Medienzentrum Fürstenfeldbruck

  • Schrift vergrößern
  • Standard-Schriftgröße
  • Schriftgröße verkleinern
Start Archiv

Emil und die Detektive

emil_und_die_detektive4640073 Emil und die Detektive

DVD-Video didaktisch, 111 min f 2001

Regie: Franziska Buch
Darsteller/innen: Tobias Retzlaff, Kai Wiesinger, Maria Schrader, Anja Sommavilla, Jürgen Vogel u. a.

Emil und die Detektive ist ein Roman für Kinder von Erich Kästner

 

 

 

 

Der im Oktober 1929 beim Williams und Co Verlag in Berlin erschienene Roman handelt von dem zwölfjährigen Jungen Emil Tischbein, der während einer Reise von seiner Heimatstadt Neustadt zu Berliner Verwandten in der Eisenbahn bestohlen wird.

Emil verfolgt den Dieb, der sich selbst als Herr Grundeis vorgestellt hatte, vomBahnhof Berlin Zoologischer Garten überWilmersdorf zum Nollendorfplatz, um die 140 Mark zurückzubekommen, die für seine Großmutter bestimmt waren. Dabei kommen ihm andere Kinder und seine Cousine Pony Hütchen zu Hilfe. Gemeinsam stellen sie schließlich den Dieb, und Emil erhält eine Belohnung, da Grundeis auch ein gesuchter Bankräuber war.

In dem Buch werden Humor, Abenteuer und Milieuschilderung von Kästner bunt gemischt. Es gelang ihm dabei, eine spannende und doch tiefsinnige Geschichte zu erzählen, deren neuartiger Ton die Kinderliteratur anregte. Zuvor waren Bücher für Kinder fast durchgehend märchenhaft, moralisierend oder beides zugleich.

Erich Kästner wurde von der Verlegerin der Weltbühne, Edith Jacobsohn angeregt, für den Berliner Kinderbuchverlag Williams & Co. ein Buch zu schreiben. Bis zu diesem Zeitpunkt hatte Kästner Gedichte veröffentlicht (Herz auf Taille, 1928) und als Redakteur bei Tageszeitungen gearbeitet, Kritiken und Feuilletons verfasst. Innerhalb weniger Wochen entstand die Geschichte von Emil, dem Jungen, der erfolgreich einen Dieb durch Berlin verfolgt.

Kästner, der selbst mit erstem Vornamen Emil hieß, ließ sich bei den Figuren Emils und seiner Mutter von seiner Biographie inspirieren und taucht auch selbst in der Handlung auf – in seinem realen Beruf als Zeitungsjournalist. Für die Geschichte griff Kästner auf ein Erlebnis aus seiner Kindheit in Dresden zurück: Dort verfolgte und stellte er eine Betrügerin, die seine Mutter, eine Friseurin, geschädigt hatte. Bei einem Bankeinbruch, der in dem Buch erwähnt wird, handelt es sich wahrscheinlich um den Diskonto-Einbruch der Brüder Sass.

Die Illustrationen stammen von Walter Trier Das Buch erschien im Herbst 1929 und wurde ein großer Erfolg. Es wurde als einziges Werk Kästners zuerst nicht indiziert oder bei der Bücherverbrennung 1933 in Deutschland verbrannt. Erich Kästner war als einziger der verfemten Schriftsteller bei der Verbrennung seiner eigenen Werke persönlich anwesend. Er wurde sogar erkannt, aber ansonsten nicht behelligt. 1936 wurde allerdings auch Emil und die Detektive von den Nationalsozialisten verboten.

 

Newsletter bestellen

Wir informieren Sie monatlich über neue Verleihmedien und weitere Neuigkeiten aus dem Medienzentrum FFB.











Feed

Wer ist online

Wir haben 3 Gäste online

Impressum . . . . . . . . . Nutzungsbedingungen